Faszien - was sind das?

Die Faszien - das menschliche kollagene Bindegewebsnetzwerk - war bisher nur bei Insidern für seine dem ganzen Körper Form und Elastizität gebende netzartige Struktur bekannt. Endlich tritt es aus seinem Aschenputtel-Dasein hervor und rückt zunehmend ins Rampenlicht aktueller medizinischer Forschung und internationaler Aufmerksamkeit.

 

Diese aktuellen Erkenntnisse revolutionieren auch Sport und Fitness, mit seinen bisher vorwiegend auf den Aufbau von einzelnen Muskeln begrenzten Trainingsansätzen. Das den ganzen Körper ansprechende Trainingskonzept "Fascial Fitness" sorgt bei Sportwissenschaftlern für Furore und bei den begeisterten Anwendern für energetische und leistungsstarke "Wohlspannung".

 

Die neue Ausrichtung: Ein gesundes Bindegewebe ist fest und elastisch zugleich - biegsam wie ein Bambus, reißfest wie ein Zugseil und ermöglicht federnde Bewegungen wie bei Gazellen. Das garantiert Belastbarkeit von Sehnen und Bändern, vermeidet schmerzhafte Reibereien in Hüftgelenken und Bandscheiben, schützt Muskulatur vor Verletzung und hält uns in Form – jugendlich und straff.


Faszination Faszien

Unter dem Stichpunkt „Faszien-Training“ gibt es aktuell diverse Artikel in den Medien. Man könnte fast vermuten, es handele sich um eine neue Trainingsmethode. Das stimmt nicht ganz: Neu ist zu wissen, dass das Bindegewebe sehr viel wichtige Aufgaben erfüllt und es kein Schattendasein mehr führen sollte. Heute sieht man das Fasziennetzwerk als eigenes Sinnesorgan und als Informationssystem mit Rezeptoren und Sensoren an, die permanent Auskunft geben und unsere Motorik steuern. Sie stabilisieren den Körper, geben – vor allem wenn man an die lumbale Faszie denkt – dem Rücken entscheidenden Halt und sind an jeder Bewegung beteiligt.

 

Faszien sind flexibel miteinander verbunden und sowohl oberflächig wie auch in einer tiefen Schicht des Körpers zu finden. Zu ihren Aufgaben gehört es, Schmerzen zu erkennen und zu melden während sie gleichzeitig schützend jeden einzelnen Muskel, jedes Organ, jeden Knochen und unsere Nerven umhüllen und Kräfte übertragen. Wenn das Fasziengewebe unter Spannung gerät und gestört wird, sei es durch Fehlbelastungen, einseitige Bewegung oder Stress, wird man steifer und unelastischer. Oft verspürt man Schmerzen. Es steigt die Verletzungsgefahr und Entzündungsstoffe werden ausgeschüttet.

 

Damit unser Körper optimal funktioniert, benötigen wir daher neben Ausdauer, Beweglichkeit und Muskelkraft zudem auch ein elastisches Bindegewebe, das, wie Dr. Robert Schleip sagt, „formt, bewegt, kommuniziert und versorgt.“ Da wir nur ein einziges Fasziengewebe haben, buchstäblich vom Scheitel bis zur Sohle, sollten wir dem etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, als wir es bisher getan haben.

Pilates ist Faszien-Training

Pilates ist ein perfektes Präventionsprogramm. Besonders mit speziellen Geräten, die für das Pilates-Training entwickelt wurden, wird Pilates erfolgreich in der Rehabilitation bzw. der Therapie (übrigens auch unter dem Gesichtspunkt Fasziengesundheit!) eingesetzt.

 

Ein- bis zweimal pro Woche zu trainieren ist sogar ausreichend. Selbst Faszienexperte Dr. Robert Schleip vermutet in seinem Buch „Faszien Fitness“, dass Joseph Pilates „intuitiv die Beteiligung der Faszien und der Faszienzugbahnen begriff.“ Bereits 1945 beschrieb Joseph Pilates als ein Ziel seiner Contrology-Methode den ganzen Körper zu betrachten, damit der Körper „so geschmeidig wird, wie der einer Katze, und nicht so muskulös wie der eines Brauereipferdes“. Quelle: DPV


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